Was war zwischen Clara Schumann und Johannes Brahms tatsächlich vorgefallen?

Und Brahms? Ohne ihn hätt` ich die Narretei der quälend tollen Tage in Düsseldorf kaum überstanden. Die Zeilen vor mir machen mich wieder erröten:
„Meine geliebte Clara, ich möchte, ich könnte dir so zärtlich schreiben, wie ich dich liebe, und so viel Liebes und Gutes tun, wie ich dir’s wünsche. Du bist mir so unendlich lieb, daß ich es gar nicht sagen kann. In einem fort möchte ich dich Liebling und alles mögliche nennen, ohne satt zu werden, dir zu schmeicheln… Deine Briefe sind mir wie Küsse…“ (Neunzig, Hans: Johannes Brahms…, S. 38f.)
Ich lernte den vierzehn Jahre jüngeren Komponisten als Zwanzigjährigen kennen. Begeistert schrieb mein Mann von diesem aufstrebenden Talent, und wir drei lebten vier Wochen im musikalischen Himmel über Düsseldorf. Dann reiste der junge Künstler weiter nach Leipzig.

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Clara bleibt dem Schumannfest fern - wegen ihrer Abneigung gegen Liszt

Clara Schumann an Emilie List, Nr. 49; Dresden d. 20 July 1847: „… wir machten kurz nach Emils Tode eine kleine Reise nach Zwickau und Schneeberg, theils zu unserer Zerstreuung, theils auch, um in Zwickau in einem Concerte, zu dem wir schon früher zugesagt, mitzuwirken, was für die Erzgebirger Armen gegeben wurde. Robert hatte es angeregt, um auch in seiner Vaterstadt einmal etwas von sich hören zu lassen, wo er dann aber auch auf Händen getragen wurde.“ Und ebenso ich.
Anders das zweite Schumannfest 1860 anlässlich von Roberts 50. Geburtstag, den er nicht mehr erlebte. Ihm zu Ehren wurde an sein Zwickauer Geburtshaus eine Plakette von Ernst Rietschel angebracht. Da auch Liszt geladen war, blieb ich der Veranstaltung trotz Aufforderung fern.

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Wussten Sie, dass Clara Wieck ein Geschenk von Goethe persönlich erhielt?

Clara schwärmt von ihrer Zeit in Lichtental:
Die Komponisten Chopin, Mendelssohn-Bartholdy und Marschner erlebte ich hier, die Verleger Hofmeister und Härtel, dazu den so vielseitigen Arzt Ernst August Carus. Und ich befand mich mitten unter ihnen, schon als Kind…Vater bereitete mich sorgfältig auf die große Karriere vor. Kleine Auftritte in Salons der Dresdner Residenz und anderswo machten mich sicherer und bekannter. Ach, ich erhielt viel Beifall und Geschenke, kostbare Stücke – hier einen Ring von Gräfin Einsiedel, dort ein Tüchlein von Gräfin Bohl, zum Vorspiel in Weimar 1831 auf dem Weg nach Paris sogar eine Medaille des Dichterfürsten Goethe von ihm selbst mit seinem Porträt und der Inschrift „Der kunstreichen Clara Wieck“…“
Goethe meinte schon damals, das Mädchen habe mehr Kraft als sechs Knaben zusammen.

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Claras Vater nannte sie oft eitel und faul: „Was aus ihr werden soll, weiß Gott…“

Das Talent seiner Tochter erkannte Friedrich Wieck frühzeitig und das Zeug zur Berühmtheit.
Mein Name schien Programm: Clara – die „Leuchtende“, „Schöne“, „Berühmte“…
Vater und Tochter starkwillig und ehrgeizig dazu! Wieck beschloss, seine Clara konsequent zu fördern. Dieser Aufgabe ordnete er fraglos alles unter. Mit Kritik war er dabei keinesfalls zimperlich, im Oktober 34 beschwerte sich Vater über mich, die gerade einmal Fünfzehnjährige: „Clara ist jetzt sehr oft so unbesonnen, herrisch, voller unvernünftigem Widerspruch, nachlässig, im höchsten Grade unfolgsam, grob, eckig, ungeschliffen, ungeheuer faul, eigensinnig eitel auf Lumpen…(…unglücklich…, wenn sie spielen soll, weil sie dann nur an das Theater denkt und – an die Herren), kurz, was aus ihr werden soll, weiß Gott…“
(Wieck an seine Frau, 29.10.1834)

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Plötzliches Hochwasser brachte die Familie in eine gefährliche Lage

Mit einer Episode aus der Zeit im Lichtentaler Haus wurde ich später noch gern geneckt. Das Flüsschen Oos war nach mehrtägigem Regen bedenklich angeschwollen und brachte uns in eine gefährliche Lage.
Meine Jüngste, Eugenie, berichtet davon: „… unten in der Küche eine wogende Flut; die Wasser stürzten von allen Seiten herein…Entsetzt starrte Marie hinunter, dann stürzte sie davon, weckte uns und sagte, wir möchten uns schnell fertig machen, um das Haus zu verlassen… Ich zog mich an und lief hinunter, um mir das grausige Bild anzusehen. Das ganze Dorf war auf den Beinen… Ich lief wieder hinauf, und da stand oben auf der Treppe meine Mutter in Hut und Mantel, und unter dem Arme trug sie drei schwere in Leder gebundene Notenbände, die sie retten wollte.  Es war die erste Gesamtausgabe der Klavierwerke unseres Vaters, die ihr ein russischer Verleger…vor kurzem gesandt hatte.“ (Eugenie Schumann: Claras Kinder, S. 158 f.)

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Haben Sie gewusst, dass Robert vor der Hochzeit mit Clara tobte?

Clara Schumann blickt zurück: „Der heimliche Verlobte hielt um meine Hand an, er wurde von Vater zurückgewiesen, ja verleumdet; mir wurde das Geld vorenthalten, das ich am Klavier im wahrsten Sinne des Wortes eingespielt hatte.“
Wen wundert ´s, dass Robert tobte:
„…Diese Kälte, dieser böse Wille, diese Verworrenheit, diese Widersprüche – und er (Vater Wieck) hat eine neue Art zu vernichten. Er stößt einem das Messer mit dem Griff in das Herz…“ (Robert an Clara, 18.9.1837)
So ging es nicht weiter. Klage und Gegenklage. Gerichtliche Entscheidungen waren von Nöten…

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Christine Adler als Clara Schumann mit „Clara in Nöten“ auf Tournee

Clara_SchumannZwickau/Dresden/Leipzig.- Im September 2014 stand die Autorin Christine Adler mit ihrem szenischen Monolog „Clara in Nöten“ im Zwickauer Robert-Schumann-Haus erstmals auf der Bühne. Die Premiere war ein voller Erfolg, das Haus ausverkauft und die Zuschauer waren begeistert. Im darauf folgenden Monat konnten sich die Dresdner erstmals über den Besuch der engagierten Clara Schumann Darstellerin freuen. Das Kulturhaus Loschwitz war bis auf den letzten Platz belegt, als die gebürtige Dresdnerin aus Zwickau das Podium betrat. In ihrem Stück erzählt sie aus dem Leben der gefeierten Komponistin, ihrer Rolle als Ehefrau von Robert Schumann und Mutter von acht Kindern. Clara Schumann schaut in den Spiegel der Zeit und erinnert sich. Dabei erblickt sie sich selbst und so manchen Lebensbegleiter.
Während des Stückes wurden passend zum jeweiligen Thema Originalfotos und Bilder aus der Zeit der Schumanns an eine Leinwand projiziert. Die musikalische Umrahmung übernahm der Leipziger Musikprofessor und Pianist Dietmar Nawroth. Er spielte unter anderem Stücke von Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy, Richard Wagner, Ludwig van Beethoven und natürlich Robert Schumann.Clara-Schumann-1


Während des gesamten Vortrages herrschte gespannte Stille im Publikum. Dafür gab es am Ende tosenden Applaus und begeisterte Kommentare. Besonders das perfekte Zusammenspiel zwischen den Künstlern und der multimedialen Technik wurde immer wieder gelobt.
Als nächstes möchte das Ensemble mit dem Stück, das nicht nur Dokumentation, sondern vielmehr künstlerische Nachempfindung einer ganz besonderen historischen Persönlichkeit ist, die Leipziger erfreuen. Neben vielen anderen Europäischen Städten wie Düsseldorf, Wien, Moskau oder Paris war auch Leipzig eine der Stationen des künstlerischen Schaffens von Clara Schumann.
Text und Fotos: ZPA/Olaf Thalwitzer